Das Zwölfer-Lied

Beim "Zwölfer-Lied" handelt es sich um ein Musikstück, das in den Nachkriegsjahren von den Brauereistudenten der VLB Berlin oft bei Feierlichkeiten und in geselligen Runden intoniert wurde. Über Herkunft, Komponist oder Autor ist nichts genaues bekannt. Die "12" bezieht sich dabei auf den Stammwürzegehalt des Bieres. In der Nachkriegszeit waren aus Mangel an Rohstoffen Schankbiere mit niedrigem Stammwürzegehalt verbreitet. Ein richtiges "12er" war daher sehr begehrt...

Ein Tondokument gibt es von der Feier zum 70. Geburtstag von Dr. Axel Th. Simon im August 2013. Dort hatte der Bitburger Brauereichor auf Wunsch des Jubilars das 12er-Lied intoniert (siehe Video-Link rechte Spalte).

Den Text mit Noten gibt es unten als PDF-Download (Dank an Heike Fischer, ehemals VLB Köln)

Text Zwölfer-Lied:

Des Morgens wenn ich früh aufsteh',
als Lehrling um halb viere,
dann mag ich nicht der Wirtins Tee,
mich dürstet `s nach dem Biere.

Refrain:
Doch es muss ein Zwölfer sein,
ist das nicht fein!
Nur ein Zwölfer, Zwölfer muss es sein.

Bin tags im kalten Keller drin
und brauch doch nicht zu frieren.
Die Arbeit, die geht leicht dahin,
wenn ich kann tüchtig schmieren.

Refrain:
Doch es muss ein Zwölfer sein,
ist das nicht fein!
Nur ein Zwölfer, Zwölfer muss es sein.

Und komm´ ich auf die VLB,
da wird `s mir schon gefallen,
dort hört man auch seit eh´ und je
den alten Ruf erschallen

Refrain:
Doch es muss ein Zwölfer sein,
ist das nicht fein!
Nur ein Zwölfer, Zwölfer muss es sein.

Werd´ ich dann erst Meister sein,
so gilt der Spruch der Alten:
"Gott gebe Glück und Segen d´rein"
und ich will `s auch so halten.

Refrain:
Doch es muss ein Zwölfer sein,
ist das nicht fein!
Nur ein Zwölfer, Zwölfer muss es sein.

Und wenn ich einst gestorben bin,
dann sollt ihr mich begraben,
in einem 100-Hekto-Fass
will meine Ruh´ ich haben.

Refrain:
Doch es muss ein Pilsner sein,
ist das nicht fein!
Nur ein Pilsner, Pilsner muss es sein.