Als eines der weltweit führenden Kompetenzzentren für die Brau-, Malz- und Getränkeindustrie hat die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin mit dem Umzug in ein neues Institutsgebäude in diesem Oktober einen bedeutenden Schritt in ihrer 139-jährigen Geschichte vollzogen. Ab sofort stehen auf rund 6000 m² Nutzfläche moderne Labor-, Seminar- und Büroräume sowie ein modernes Mälzerei- und Getränketechnikum für die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschung und Entwicklung für die Brau- und Getränkeindustrie zur Verfügung.

„Wir sind sehr stolz, dass wir Ihnen heute unsere neue VLB präsentieren können“, so VLB-Präsident Ulrich Rust in seiner Rede zur Eröffnung am Abend des 16. Oktobers. „Trotz diverser Schwierigkeiten, die ein solch komplexes Bauvorhaben mit sich bringt, haben wir es mit Hilfe zahlreicher Unterstützer geschafft. Unter den Förderern des Projektes gilt unser besonderer Dank der Berliner Senatsverwaltung, die das Gesamtbudget von rund 35 Mio. € aus Landes- und Bundesmitteln sehr substanziell unterstützt hat.“ Weitere offizielle Glückwünsche überbrachten Prof. Dr. Christian Thomsen, Präsident der Technischen Universität Berlin, Dr. Michael Knieß, Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Werner Albrecht, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Die Arbeit der VLB Berlin für die Branche wird auch von der Zulieferindustrie geschätzt. So stellten die Firmen Heuft Systemtechnik, Siemens, Micro Matic sowie Anton Paar modernste Hardware zur Ausstattung einzelner Schulungsbereiche zur Verfügung, die an dem Eröffnungsabend präsentiert wurden. Darüber hinaus konnten sich die Gäste einen persönlichen Eindruck von den Laboratorien und dem „Wilfried-Rinke“ Brauerei-Technikum machen. Die Einweihung der neuen „Axel-Simon-Bibliothek“ sowie der Seminarräume „Schultheiss“ und „Singha“ waren weitere Höhepunkte der Eröffnungsfeier.

Mit ihrem neuen Fortbildungszentrum verfügt die VLB jetzt über optimale Voraussetzungen, ihr Angebotsspektrum weiter auszubauen. Dazu VLB-Geschäftsführer Dr. Josef Fontaine: „Unser Ziel ist es, auch in Zukunft bestens ausgebildete Absolventen für die nationale und internationale Brau- und Getränkeindustrie sowie die zugehörige Zulieferindustrie auszubilden. Ein herzliches Dankeschön geht daher an alle Behörden, Unternehmen und Persönlichkeiten, die uns bei diesem anspruchsvollen Projekt zur Seite gestanden haben.“

Mit dem Umzug der VLB ist das Gros der Bestandsgebäude auf dem Gelände in die Nutzung der TU Berlin und der Charité übergegangen. Beide Organisationen haben bereits mit den Planungen für den Aus- und Umbau der Flächen begonnen. Gemeinsames Ziel ist, in zentraler Berliner Lage an der Seestraße 13 einen hochklassigen Forschungs- und Ausbildungsstandort für die Bereiche Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie und Medizin zu schaffen.